Kleine Hilfestellung ...

      Ende Juni/Anfang Juli 2026

40°C im Schatten und das bereits Ende Juni. Immer öfter gibt es diese "Hitzetage" und Hitzewellen dauern länger an. Dazu kommt, dass seit Jahresbeginn einfach zu wenig Regen gefallen ist.
Dieser Dauerstress lässt sogar hartgesottene Wildpflanzen aufgeben. Gräser, deren Vegetationsperiode generell im Hochsommer abläuft, sowie die Schafgarbe haben ihren Samen verstreut und sind jetzt vertrocknet. Die Samen im Boden warten nun auf den langersehnten Regen.
Daher schaut unsere "Wilde Wiese" aktuell wirklich nicht gerade ansehnlich aus. Trotzdem tummeln sich hier noch unzählige Insekten (Käfer, Heuschrecken, Wildbienen, etc).

Wer sich unsere Wiese genauer ansieht, kann immer noch grüne Pflanzen erkennen. Sie sind sogenannte Pionierpflanzen. Sie wurzeln teilweise sehr tief oder verfügen generell über Speicherwurzeln.

Die Große Klette und andere Distelarten, Löwenzahn, Gundermann sowie die Ackerwinde bedecken und schützen auf einer Seite der Wiese den Boden. Wer die Hand dort hinein hält merkt, hier ist es kühl und feucht. Unsere Igel werden hier in so mancher Nacht immer wieder gesichtet.

Nachdem allerdings auch einige Büsche an Beifuß sowie relativ viel Amarant zu sehen war, habe ich diese nun entfernt. Beifuß ist für so manchen Allergiker nicht so toll. Der Amarant - vorwiegend der Zurückgekrümte Amarant (...) - stammt aus Nordamerika. Ist also keine heimische Pflanze. Wir helfen also ein bisschen nach und fördern andere Erstbesiedler in unserer Wiese.
Die 3 Götterbäume musste ich auch entfernen. Die gehören wirlklich eingedämmt!

Die Großen Kletten sind zB dieses Jahr schon weniger geworden. Dennoch bieten ihre Blüten viel Nektar für allerei Insekten. Ihre großen Blätter bieten Schatten. Die noch teilweise stehenden, alten und verdorrten Samenstände aus dem letzten Jahr dienen u.a. als Windschutz (damit zB der Boden durch Starkwind nicht wegerodiert) sowie als natürliche Barriere. Weder möchten Menschen oder Hundebesitzer:innen die Kletten an der Kleidung oder im Hundefell haben. 
So vermeiden wir auch, die Wiese einzäunen zu müssen. Denn das wollen wir grundsätzlich nicht. Wer die Wiese betreten möchte, darf das auch. Doch dabei gilt auch: "Vorsicht, wenn man sich in wilder Natur bewegt, denn die Kletten kleben und auch die Brennnessel können brennen!" 😉

Abschließend möchte ich mich bei all den Kindern bedanken, die mir gestern beim Jäten geholfen haben. Danke auch an deren Eltern und Großeltern, die sehr interessiert Fragen gestellt haben und mich wieder in meiner Arbeit bestärkt haben, das "Projekt Wilde Wiese" weiterzuführen. Danke.

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Nach 22.00 bzw oft auch erst viel später sind sie unterwegs: Unsere Igel!

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Aller Trockenheit zum Trotz: Die Ackerwinde blüht!

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Ja, besonders ansehnlich ist dieser Teil der Wiese aktuell nicht. Aber auch das ist Natur. Die abgestorbenen Pflanzen können Humus bilden und schützen gleichzeitig den Boden vor Erosion. Die Samen warten schon wieder keimen zu dürfen (auch wenn es bei vielen erst im nächsten Frühjahr soweit sein wird)!

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